itte des 13. Jhdt. wird der Name Artstetten erstmals
  urkundlich erwähnt; man geht aber davon aus, dass schon früher Mitglieder der Familie der Artstetter hier gelebt haben. Sehr bald entstand aus der mittelalterlichen Veste ein Schloss, das sehr kurz hintereinander verschiedene Besitzer hatte;
1823 erwarb es Kaiser Franz I.


 
ging Artstetten in den Besitz von Erzherzog Franz
  Carl (Vater von Kaiser Franz Josef), der es 1861 seinem dritten Sohn, Carl Ludwig, überschrieb. Dieser gestaltete
das Haus innen wie außen großzügig um (er ließ u.a.
ein Badezimmer installieren, das im Rahmen der Aus-
stellung zu sehen ist), da er den Spätfrühling und Sommer in Artstetten verbrachte – und auch Bürgermeister des Ortes war.
Von 1866 bis 1867 gehörte Artstetten dem weniger glücklichen Kaiser Maximilian von Mexiko.


 


übergab Erzherzog Carl Ludwig Artstetten seinem
  ältesten Sohn, Franz Ferdinand von Österreich-Este. Wie die meisten Schlösser, die im Besitz des späteren Thronfolgers waren, wurde auch Artstetten nach seinen Vorstellungen umgebaut.

Durch die morganatische Ehe Franz Ferdinands und Sophie war es seiner Gemahlin und seinen Nachkom-
men verwehrt, in der Wiener Kapuzinergruft, der tradi-
tionellen Grabstätte der Habsburger, beigesetzt zu wer-
den. Da Franz Ferdinand an der Seite seiner Gemahlin bestattet werden wollte, entschied er, für sich und seine Familie eine Gruft unter der Schloss-Kirche bauen zu lassen, die 1910 fertig gestellt wurde. Niemand konnte ahnen, daß Franz Ferdinand und Sophie bereits vier Jahre später hier ihre letzte Ruhestätte finden würden.

Nach dem Attentat am 28. Juni 1914 erbte der älteste (damals 12jährige) Sohn des Thronfolgers, Maximilian, Artstetten. Nach dem Anschluß von 1938 wurden Maxi-
milian und sein Bruder Ernst (beide erklärte und bekan-
nte Gegner des NS-Regimes) unter den ersten Öster-
reichern ins Konzentrationslager Dachau gebracht und Artstetten wurde enteignet. Erst 1949 erfolgte die Rück-
gabe durch die Republik Österreich. Herzog Max vererbte Artstetten seinem ältesten Sohn Franz Hohenberg.


 
überschrieb nach dem frühen Tod von Herzog Franz
  im Jahr 1977, dessen Witwe, Herzogin Elisabeth von Hohenberg Prinzessin von Luxemburg, die Herrschaft Artstetten ihrer ältesten Tochter, Fürstin Anita.

Um die Persönlichkeit des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgers auch dem breiten Publikum von heute zu zeigen, wurde 1982 im Schloss das Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museum eröffnet.