Kirche

Pfarrkirche zum Hl. Apostel Jakobus d. Ä.

Ursprünglich war dies eine baulich vom Schloss getrennte Kapelle. Ab 1691 wurde der gotische Baukern umgestaltet, das Schiff an der Westseite mit dem Schloss verbunden sowie die gesamte Kirche barockisiert. Drei Großbrände (1730, 1760 und 1791) richteten an Kirche, Schloss und vielen Häusern der Ortschaft erheblichen Schaden an. Die vorerst letzte umfassende Restaurierung erfolgt 1987.

Die heutige Einrichtung wurde großteils von Erzherzog Franz Ferdinand zusammengetragen. Bemerkenswert ist der Hochaltar aus dem 17. Jdht, auf dessen Bild in der Mitte die Hl. Katharina, flankiert von der Hl. Helena und dem Hl. Erasmus zu sehen ist. Im Chorraum befindet sich ein Steinrelief, das Schweißtuch der Hl. Veronika und Reste vom ursprünglichen gotischen Sakramentshäuschen aus dem 15. Jhdt. Darüber hängt das ehemalige spätbarocke Hochaltarbild „Der Hl. Apostel und Märtyrer Jakobus d.Ä. erscheint auf einem Schimmel reitend den Spaniern in der Maurenschlacht“ von Martin Johann „Kremser Schmidt“ (1788); gegenüber ebenfalls ein Ölbild von M. J. Schmidt mit den Heiligen Joachim, Anna und Maria.

Die Seitenaltäre stammen ursprünglich aus bayrischen Kirchen, wobei der rechte Altar mit einem von M. J. Schmidt signierten Bild der Kreuzigung des Hl. Apostels Petrus ausgestattet ist. Der linke Altar zeigt die Grablegung Christi und davor steht eine Marienstatue vom Südtiroler Josef Rifesser aus 1968.

1911 wurde beim Nordeingang ein Portal aus weißem Marmor, aus einer frühbarocken Kirchenruine in Istrien stammend, eingesetzt. Die Statue im Portal zeigt den Hl. Franz von Sales – seit 1907 wird die (seit 1718 bestehende) Pfarre Artstetten von der Kongregation der Oblaten des Heiligen Franz von Sales (OSFS) seelsorglich betreut. Bewundernswert auch die spätbarocken Kreuzweg-Stationen, die Paul Troger (1698-1762) zugeschrieben werden.

Ebenfalls aus der Sammlung des Thronfolgers stammen die beiden Vortragsstangen aus dem 18. Jahrhundert mit den Heiligen Elisabeth und Maria (Zunftstange der Bäcker) sowie Eligius und Florian, weiters sind vorne zwei Rokoko-Kandelaber (um 1750) zu sehen.